Nachtrag zur Nürnberg Web Week #nueww

Im Rahmen der #nueww sprachen Ronald Zehmeister und ich gemeinsam über den Mega-Trend Digitalisierung / Industrie 4.0 und daraus resultierende Auswirkungen auf Geschäftsmodelle, HR und Organisationen. Nachdem wir uns bewusst auf kurze Impulsvorträge beschränkt hatten, zeigte die sich anschließende Diskussion die Vielfalt der betroffenen Bereiche auf – vom Zusammenwirken der Generationen bis hin zu gesellschaftlichen Aspekten.

Der rege Austausch hätte sicher noch länger als 40 Minuten gedauert, ein natürliches Ende fand die Diskussion erst durch das Eintreffen der Referenten für eine folgende Veranstaltung. Ich nehme aus der Veranstaltung den Eindruck mit, dass es schon eine recht breite Wahrnehmung gibt für die zu erwartenden Veränderungen innerhalb und außerhalb der Unternehmen. Neben den zu erwartenden und auch verständlichen Befürchtungen zeigten sich viele Teilnehmer offen und neugierig für das, was sich da entwickelt.

Vielen herzlichen Dank an die Organisatoren von der Nürnberg WebWeek und an das Team vom JOSEPHS – Die Service-Manufaktur.

Übrigens, wer jetzt neugierig auf den Vortrag geworden ist: Wir bieten am 25.4.2016, 16:00 Uhr, einen weiteren Termin im Josephs an (Anmeldung: hier).

  • #nueww

Fachkräftemangel: Ein potemkinsches Dorf?

Fachkräftemangel landauf, landab und das seit mehr als 10 Jahren – ich kann es nicht mehr hören. Die Situation erscheint mir paradox: Einerseits Fachkräftemangel, andererseits gibt es laut Bundesagentur für Arbeit wenig Chancen auf Stellen für Menschen ab Mitte 50. Wie passt das zusammen? Dazu habe ich trotz haufenweise verfügbarer Studien zu allem möglichen noch keine schlüssige Erklärung finden können. Am wahrscheinlichsten scheint mir „vermutete Inflexibilität“ bei Menschen dieser Altersgruppe zu sein.

Das der demographische Wandel gerade diese Altersgruppe wachsen lässt, sollte sich herumgesprochen haben. Auf der anderen Seite der Ruf nach Fachkräften. Liegt da nicht der Gedanke nahe, Personalmarketing und -rekrutierung auf diese Altersgruppe auszudehnen? Sich flexibel der absehbaren Situation zu stellen? Sonst könnte man am Ende auf die Idee kommen, der Druck sei doch nicht so hoch. Fachkräftemangel als potemkinsches Dorf, sozusagen.

Inflexibilität mal 2 – einmal vermutet, einmal tatsächlich. Fachkräfte gibt es in Deutschland. Jedenfalls dann, wenn ich meinen Suchfokus und Suchmodus flexibel adaptiere.

[gh, 9.11.2014]