Nachtrag zur Nürnberg Web Week #nueww

Im Rahmen der #nueww sprachen Ronald Zehmeister und ich gemeinsam über den Mega-Trend Digitalisierung / Industrie 4.0 und daraus resultierende Auswirkungen auf Geschäftsmodelle, HR und Organisationen. Nachdem wir uns bewusst auf kurze Impulsvorträge beschränkt hatten, zeigte die sich anschließende Diskussion die Vielfalt der betroffenen Bereiche auf – vom Zusammenwirken der Generationen bis hin zu gesellschaftlichen Aspekten.

Der rege Austausch hätte sicher noch länger als 40 Minuten gedauert, ein natürliches Ende fand die Diskussion erst durch das Eintreffen der Referenten für eine folgende Veranstaltung. Ich nehme aus der Veranstaltung den Eindruck mit, dass es schon eine recht breite Wahrnehmung gibt für die zu erwartenden Veränderungen innerhalb und außerhalb der Unternehmen. Neben den zu erwartenden und auch verständlichen Befürchtungen zeigten sich viele Teilnehmer offen und neugierig für das, was sich da entwickelt.

Vielen herzlichen Dank an die Organisatoren von der Nürnberg WebWeek und an das Team vom JOSEPHS – Die Service-Manufaktur.

Übrigens, wer jetzt neugierig auf den Vortrag geworden ist: Wir bieten am 25.4.2016, 16:00 Uhr, einen weiteren Termin im Josephs an (Anmeldung: hier).

  • #nueww

Begriff im Fokus: Emotionsmanagement!

Ich lese gerne und viel. Unter anderem auch Fachliteratur aus dem weiten Feld der Wirtschaftspsychologie. Begriffe wie Resilienz, Burnout-Prophylaxe und ähnliche stammen aus diesem Feld. Und jetzt – ganz neu: Emotionsmanagement. Meine erste Reaktion: Was für eine Herausforderung! Nun soll ich neben mir selbst (=Selbstmanagement), meiner Zeit (=Zeitmanagement) auch meine Emotionen managen. Großartiges, neues Etikett. Oder steckt doch mehr dahinter? Begriff im Fokus: Emotionsmanagement! weiterlesen

Begriff im Fokus: Angreifbar!

Angreifbar sein, wer will das schon? Dann bin ich ja für andere Menschen greifbar, kann nicht entschlüpfen. Voraussetzung für das Greifbar-werden ist aber, dass ich mich in irgendeiner Weise positioniert habe, vor allen anderen Stellung bezogen, eine nicht-neutrale Meinung geäußert habe.

Wer tut das denn heute noch? Es gehört zum guten Ton, nicht angreifbar zu sein. Beispiel Politik: Wo gibt es denn noch klare, wirklich greifbare Positionen der Parteien, die über Allgemeinplätze hinausgehen? Noch ärger: Begriff im Fokus: Angreifbar! weiterlesen

Passwort, das 397.

Zutritt verboten, auch am PC. Die Passworte und PIN-Nummern werden nicht weniger, jedes Jahr kommen weitere hinzu. Programme, Mail-Adressen, soziale Netzwerke, aber auch Banken, Versicherungen, Krankenkasse,… alles soll und muss gut gesichert sein, privat und erst recht im Beruf.

Immer häufiger werden bei der Passwortvergabe Kriterien eingefordert, die die Erinnerung auch nicht eben erleichtern. So müssen oft mindestens 8 Zeichen verwendet werden, inklusive Ziffern und Sonderzeichen. Alle halbe Jahre muss dann das Passwort zwangsweise geändert werden. In einigen Unternehmen sogar noch öfter. Alles sinnvoll. Nur: wer soll sich das eigentlich noch merken können? Passwort, das 397. weiterlesen

Ist Wahrheit wahr? Die Sprachfalle

Einer der wenigen Sätze aus meiner Schulzeit an die ich mich auch heute noch erinnere, war der Hinweis meines Deutschlehrers in der Oberstufe (Grundkurs), dass bei allen Worten, die mit -heit und -keit enden, immer Vorsicht angebracht sei. Jetzt will ich nicht behaupten, ich hätte das damals als Schülerin in der gesamten Reichweite auch nur ansatzweise verstanden, nein.

Einen deutlichen Fortschritt auf diesem Gebiet machte ich erst, als ich meine Diplomarbeit an der Universität schrieb. Es ging um die zinsbereinigte Einkommensteuer, die Anfang der 1990er Jahre in Kroatien eingeführt worden war. Nach dem Ende des kalten Kriegs brauchten die ehemals kommunistischen Länder auch den neuen wirtschaftlichen Gegebenheiten entsprechende Steuersysteme. Damals wurden noch viele Überlegungen angestellt, wie ein Steuersystem ausgestaltet werden könne, das dem Anspruch der steuerlichen GerechtigKEIT gerecht wird. Es ist auch gern die Rede von der steuerlichen LeistungsfähigKEIT. Tatsächlich ging es um Investitionsneutralität.

Was ist also dran an den Worten mit -heit und -keit? Darüber lohnt es sich, einmal nachzudenken. Ist Wahrheit wahr? Die Sprachfalle weiterlesen

Balance, die zweite

Die Gedanken, die ich dank der Genervtheit von Frau Förster notierte, haben weitere nach sich gezogen. Anhaltendes Nachdenken hilft, das wird heutzutage leider meist unterschätzt.

Seit ich mit dem Taijiquan (Tai Chi Chuan) angefangen habe, richte ich mich, also meinen Körper, an einer gedachten senkrechten inneren Linie aus. Diese Linie zentriert mich, ich richte mich auf, der Kopf ist in der Vorstellung „am Himmel“ aufgehängt. In dieser Position soll jede überflüssige Spannung der Muskeln losgelassen werden, um möglichst mühelos zu verweilen. So weit, so gut. Balance, die zweite weiterlesen