Folgen der Digitalisierung – was Organisationen jetzt verstehen müssen

Wenn derzeit über die Folgen der Digitalisierung für Organisationen und Industrie 4.0 diskutiert und geschrieben wird, beschränkt sich dieses häufig auf nur einen Blickwinkel: Welche der derzeit vorhandenen Arbeitsplätze werden zukünftig wegfallen, weil wahlweise Roboter oder gar ‚Künstliche Intelligenz‘ die Tätigkeiten übernehmen? Dabei wird aber schnell ein enorm wichtiger Aspekt übersehen: Denn die Veränderungen wirken sich nicht nur auf die quantitativen Aspekte aus. Das Wesentliche ist: Die Qualität vieler Arbeitsplätze wird sich entscheidend verändern. Aber was genau soll das bedeuten?

Quantitative Aspekte der Arbeitswelt

Sieht man sich einmal an, welche Arten von Tätigkeiten von Maschinen übernommen werden, so waren es zunächst die kraftaufwändigen, also Lastentransport im weitesten Sinne. Die Auswirkungen auf die Wirtschaft sind sofort einleuchtend, wenn man sich eine Pferdekutsche im Vergleich zu heute üblichen LKW, Bahnwaggons, Containerschiffen oder Frachtflugzeugen überlegt. Menge und Zeit sind die Faktoren.

Der entscheidende Durchbruch erfolgte Anfang des 20. Jahrhundert mit der Erforschung und Verbreitung der Elektrizität. Dank der Computer sind die Speicherung und Verarbeitung von Daten und Informationen dazu gekommen. Die 3,5 Zoll Diskette konnte Ende der 1980er Jahre 1,44 MB speichern, heute – nur 30 Jahre später – tragen wir 32 GB oder mehr im Smartphone mit uns herum. Wiederum sind Menge und Zeit betroffen.

Insgesamt ist festzustellen, dass der technische Fortschritt immer schneller gelingt und die Volumina ungeahnte Größen angenommen haben.

Qualitative Änderungen der Arbeitswelt

Wirtschaftliche Zusammenhänge werden – nicht nur durch die Globalisierung – immer komplexer. Auch Umwelteinflüsse, gesellschaftliche und politische Vorgaben spielen eine Rolle. Die Welt wird insgesamt kommunikativer. Das Internet ermöglicht die Verbreitung von Nachrichten in Sekundenschnelle, Mitsprache erfolgt, ob erwünscht oder nicht.

Für jeden einzelnen in der Arbeitswelt Tätigen bedeutet das: Stetig zunehmende Komplexität erfassen und in immer kürzerer Zeit adäquate Entscheidungen daraus ableiten zu können. Dies erfordert ein völlig anders ausbalanciertes Kompetenzspektrum von Mitarbeitern als bisher. Und damit auch völlig neue Anforderungen an die Organisationsform und Arbeitsinnenwelt von Unternehmen.

Folgen der Digitalisierung für Organisationen

Was genau bedeutet das für die Organisation von Unternehmen? Nun, auch sie müssen sich schneller anpassen und flexibler werden. Eine agile Organisation wird allenthalben gefordert. Gleichzeitig dürfen möglichst keine Fehler auftreten. Fehler sind teuer und enormer Kosten- und Wettbewerbsdruck lastet auf fast allen Branchen. Die berühmte Quadratur des Kreises also?

Wir bringen es auf drei wesentliche Kernaussagen:

  • Zukünftig wird es auf immer weniger Personen immer mehr ankommen.
  • Dadurch steigt die Bedeutung der Performance und Kompetenz jedes einzelnen Mitarbeiters.
  • Eine Organisation entwickelt sich mit der Entwicklung ihrer Persönlichkeiten.

Glücklicherweise kann der technische Fortschritt auch auf dem Gebiet genutzt werden, denn die Auswertung von Daten ist kein Privileg von Google und Facebook. Personalauswahl und -entwicklung, Performance- und Kompetenz-Management finden durch aktuelle wissenschaftliche Verfahren Unterstützung.

Insofern gilt: Nur sich konsequent für Impulse öffnende Organisationen mit einem sich positiv weiterentwickelnden Bild vom Mitarbeiter werden diesen sich derzeit vollziehenden Evolutionsschritt mitgehen können. Wird ihr Unternehmen dazugehören?

Welche Möglichkeiten und Ansatzpunkte sich als Folgen der Digitalisierung für Organisationen wie Ihre ergeben, können Sie gern in einem persönlichen Gespräch von uns erfahren. Oder Sie besuchen einen unserer Vorträge, beispielsweise Ende März beim „12. Osnabrücker FMEA Forum“ in Osnabrück.

Eventflyer 12. Forum

2 Gedanken zu „Folgen der Digitalisierung – was Organisationen jetzt verstehen müssen“

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