Digitalisierung als Chance: Prozesse von Grund auf ändern!

Wir werden häufiger für Aufgaben verpflichtet, bei denen sich grundlegend etwas im Unternehmen verändern soll. Unsere Aufgabenstellung leitet sich beispielsweise aus der (meist schmerzlichen) Erfahrung heraus ab, dass „…unsere Kunden seit einiger Zeit ganz anders strukturierte Umfänge bei uns anfragen“, „…unsere Prozesse nicht mehr passen“. Oder die geforderten Projektziele kosten- und zeitmäßig immer anspruchsvoller werden. Oder „…die Angebotserstellung viel zu lange dauert“. Oder „…die Digitalisierung bei uns viel zu langsam vorangeht.“ Oder, oder, oder…

Widerstände allenthalben – kennen Sie das?

Wenn dann einer von uns oder wir beide bei den Unternehmen vor Ort sind, die Aufgabenstellung aufnehmen, das Projektziel definieren und dabei ein mutiger Schritt wie: „Green field project – Prozesse neu gestalten“ gegangen werden soll, geht es los: Etwas in der Art wie „Das wird nicht funktionieren“, „Haben wir schon mal gemacht, wurde auf halbem Weg gestoppt“ oder „Nicht schon wieder“ wird zu hören sein. Man kann wirklich darauf wetten: In nahezu jedem Unternehmen bestehen bei den – häufig aus dem ewig gleichen Pool zusammengestellten – Projektteilnehmern enorme Hemmungen, etwas von Grund auf neu zu entwickeln. Warum eigentlich?

Zwei Voraussetzungen für Erfolg auf der „Grünen Wiese“

In geschätzten 75% aller Fälle ist einfach das Vertrauen in die spätere Umsetzung des Ausgearbeiteten verloren gegangen. Mitarbeiter sind mit viel Enthusiasmus in frühere Verbesserungsprojekte für Prozesse gestartet und mussten erleben, wie das meiste davon niemals zur Umsetzung kam. Würden Sie sich dann nicht auch sagen: „Wozu viel Elan einbringen, wenn das doch nichts wird!“. Insofern ist das Wichtigste: Vertrauen schaffen, Umsetzung zusagen. Wenn also „Green field“ angekündigt ist, dann auch „Green field“ umsetzen. Klingt einfach und das ist es auch.

Der zweite Grund: Angst vor der „Grünen Wiese“. Erscheint zunächst verrückt, aber die meisten von uns bevorzugen bedächtige, inkrementelle Verbesserungen. Ein leeres Blatt kann da hemmend wirken. Es lohnt sich aber, diesem Ansatz dennoch zu folgen, denn: Es ist viel leichter, etwas um den Faktor 10 zu verbessern, als um 10%. Wie Sie die Projektteilnehmer dennoch motivieren können? Aus unserer Erfahrung empfiehlt es sich, das Projektteam nicht aus Führungskräften, sondern aus bunt durchgemischten Mitarbeitern aller Fachrichtungen zusammenzusetzen. Dazu ein geübter externer Moderator mit motivierender Persönlichkeit und Prozess-Know-how. Das wirkt!

Zu guter Letzt noch ein Gedanke: Prozessinnovationen sind im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung unerlässlich. Schnelligkeit bei der Umsetzung und Mut zum Risiko werden belohnt. Da ist die „Grüne Wiese“ für Sie doch genau das Richtige, oder?

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